Afd – Triumph der Protestwähler

Ich neige mein Haupt in Trauer und in Demut. Befürchtet habe ich es, erhofft habe ich etwas anderes. Nämlich ein andres Abschneiden der AfD!

Stand jetzt ist die AfD in allen drei Landtagen (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt) vertreten. Während sie im Westen jenseits der 10% wohl landen wird, was ein eher überschaubarer Erfolg ist, hat diese Parodie einer Partei im Osten deutlich über 20% der Wählerstimmen geholt. Das dazu die NPD dort auch noch über 3% geholt hat, zeigt mir, dass es in Sachsen-Anhalt anscheinend ein Viertel der Bevölkerung für richtig hält, eindeutig rechtspopulistische Parteien zu wählen.

Parteien wie die AfD, die zwar Themen besetzten, die der Bevölkerung Sorge bereiten, ohne jedoch auch Lösungen anzubieten.

In den letzten Tagen vor den Wahlen wurde immer klarer, wie die AfD (leider erfolgreich) versucht, in den medialen Fokus zu gelangen: Indem man rumpoltert und so, auch mit bewussten Falschaussagen, Beachtung findet. Dies sind auch keine Hirngespinste der von der AfD oft so gescholtenen „Lügenpresse“, sondern das steht in geleakten eMails einer Frauke Petry, immerhin Vorsitzende dieser AfD.

Am Wahlwochenende wurde eine eMail von Beatrix von Storch, in der sie unumwunden zugibt, dass mit den Themen Euro und Asyl nun kein Staat mehr zu machen ist und man sich als neues Thema den politischen Islam auserkoren hat.

Wieder: Keine Lösungen anbieten, aber brisante Themen besetzen, diese vermutlich hochkochen lassen und auf Stimmenfang gehen.

Erschreckend, wie viele Leute auf diese Masche reingefallen sind! Umfragen zufolge haben im Übrigen rund 75 Prozent aller AfD Wähler die Partei nicht aufgrund ihrer politischen Arbeit gewählt, sondern, um den etablierten Parteien einen Denkzettel zu verpassen. FÜNFUNDSIEBZIG Prozent! Das würde ja bedeuten, dass die AfD aufgrund ihrer politischen Arbeit im Westen unter ferner liefen geführt würde (Also als „Sonstige“ in den Hochrechnungen) und i Osten knapp die 5% Hürde gschafft hätte. Das beruhigt einerseits, denn anscheinend haben wir doch nicht so viele rechtoffene Menschen in Deutschland, wie es die Wahlergebnisse im Moment vermitteln. Andererseits fällt aber ziemlich vielen Menschen kein besserer „Denkzettel“ für die Volksparteien ein, als das man extrem rechts wählt.

Im Vorfeld haben viele Menschen, so auch ich, dazu aufgerufen, auf jeden Fall zur Wahl zu gehen, weil ansonsten der Anteil derer, die AfD wählen stärker ins Gewicht fallen würde. Durch den großen Erfolg eben jener AfD wird nun in Frage gestellt, ob es überhaupt Sinn gemacht hat, wählen zu gehen. Ja, verdammt nochmal, natürlich hat das Ganze Sinn gemacht. Denn, das Splitter und Randparteien ihre Unterstützer mobilisiert bekommen, ist ja nichts Neues. So verwundert es auch nicht wirklich, dass die AfD sehr viele Leute an die Urne gebracht hat, die vorher Nichtwählen waren. Deren Anteil am Ergebnis wird aber umso einflussreicher, je weniger Leute wählen gehen, die auch genau wissen, was sie tun. Ergo bleibt es dabei: Nicht wählen zu gehen, stärkt die Parteien, die am politischen Rand rumlungern. Das muss natürlich NICHT zwangsläufig der rechte Rand sein!

Ich werde jedenfalls nie wieder fragen, wie das 1933 passieren konnte: Ich habe nun gesehen, wie dies passieren kann …

AfD Wähler


5 Responses to Afd – Triumph der Protestwähler

  1. Avatar Sven Granert
    Sven Granert says:

    Was bist Du ein widerlicher Deutschland Hasser. Jetzt geh Refugeepoppo
    s küssen!

  2. Avatar Tequila
    Tequila says:

    Na Sven, wieder im Faschomodus? Deine linke Phase war ja nicht so lang, da wurde es wieder Zeit ein wenig rumzuprovozieren, eh? Unschuldige Grabsteine umschmeissen lockt ja niemanden mehr hinterm Ofen hervor.

    Ich weiß ja, von wem das kommt …

  3. Ich hatte nie eine Linke „Phase“, Dicker.

  4. Avatar Tequila
    Tequila says:

    Ach, Svenni, dann war dein ganzes linkes Gelaber nur der Tatsache geschuldet, das Du mal wieder heimlich am Feuerwasser genascht hast? Ichhab dir doch gesagt: Nicht soviel trinken. Aber wenn man halt im Leben es so zu ziemlich nichts gebracht hat, muss man halt auf seine Herkunft stolz sein, man hat ja sonst nichts …

  5. Avatar Tequila
    Tequila says:

    Btw: Keine linke Phase? Dann waren deine 5 Jahre Mitgliedschaft in der PDS wohl so etwas wie ein Undercovereinsatz, eh?